Am 26. Oktober 2025 feierte Bischof Marco Metzger mit der Gemeinde Künzelsau-Gaisbach deren 75-jähriges Bestehen. Der Gottesdienst wurde vom Gemeindechor und einer Instrumentalgruppe feierlich umrahmt. Die Predigt stand unter dem Wort aus Philipper 4, 4 und 5:„Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!“
Zu Beginn verlas Priester Rainer Ilzhöfer nach den einleitenden Worten des Bischofs eine Kurzchronik der Gemeinde Gaisbach. Bischof Metzger nahm darauf Bezug und erinnerte an die vielen freudigen Ereignisse und Segenshandlungen und auch traurigen Ereignisse, die sich mit diesem Rückblick verbinden.
Anschließend spannte Bischof Metzger den Bogen zu dem Textwort des Gottesdienstes, indem er die irdischen Freuden, die schön und zeitlich seien, ansprach. Apostel Paulus meinte aber in seiner Aufforderung, sich zu freuen, die Tatsache, dass Gott mit seinen geistigen Gaben der damaligen Gemeinde nahe war.
Freude sei nicht nur an gute Tage gebunden. Auch ungünstige Verhältnisse wie bei Apostel Paulus, der aus dem Gefängnis schrieb, können trotzdem eine gewisse innere Freude auslösen. Diese bestehe aus der Gewissheit, ein Kind Gottes zu sein, durch den Glauben eine schöne Beziehung zu Jesu zu haben, der uns nahe sein möchte.
Ein besonderer Grund zur Freude und Dankbarkeit seien die vielfältigen Gaben, mit denen die Gemeinde gesegnet sei, die immer wieder freudig aus Liebe zu Gottes Werk eingesetzt werden sollten. Jeder solle seinen Platz in der Gemeinde finden.
Priester Frank Ziegler, Vorsteher der Gemeinde Künzelsau, ergänzte mit einem Predigtbeitrag
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beendete der Bischof mit Gebet und Schlusssegen den Gottesdienst.
Anschließend versammelte sich die Festgemeinde mit den geladenen Gästen und „Ehemaligen“ in der Mehrzweckhalle Gaisbach zu einem gemeinsamen Mittagessen. Danach präsentierte Bischof Metzger einen interessanten Vortrag zum Thema „Wissenschaft und Glaube“, der das Spannungsfeld zwischen diesen beiden Begriffen beleuchtete.
Bei Kaffee und Kuchen fanden dann viele interessante Gespräche statt, gemeinsame Erinnerungen wurden ausgetauscht.
Ein buntes Programm bot für Jung und Alt viele Möglichkeiten, dieses Gemeindejubiläum aktiv mitzugestalten und zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen.