Groß war die Freude in der Gemeinde Bad Mergentheim als am Mittwochabend, 12. Februar 2014, zu den Klängen des Eingansliedes „Gott ist die Liebe“ völlig überraschend Apostel Hans-Peter Schneider zum Altar schritt.
Nach dem Gottesdienst nannte er auch den Grund für seinen spontanen Besuch: sein nächster regulärer Besuch ist erst im Juli vorgesehen und die Zeit bis dahin erschien ihm recht lang.
Dem Gottesdienst legte der Apostel das Wort aus Matthäus 16, Vers 24 zugrunde: „Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.“
Ein wesentlicher Akzent liegt dabei auf dem Beginn des Wortes: „Will mir“ – Nachfolge Christi kann nur gelingen, wenn der Wille dahinter steht. Gott zwingt niemanden in die Nachfolge. Nachfolge bedeutet dann den unerschütterlichen Glauben daran, dass Lebensverhältnisse, die uns zum Kreuz werden, von Gott zugelassen oder sogar herbeigeführt wurden. Dadurch soll Seelenbildung erfolgen, an die letztlich großer Segen und die Würdigkeit zur ewigen Herrlichkeit geknüpft sind.
Um die Zeit Jesus war das Tragen des Kreuzes das öffentliche Zeichen eines Todesurteils – das Tragen des Kreuzes in der Nachfolge Christi bedeutet heute ein ständiges Arbeiten an sich selbst um letztlich dem Einfluss von Sünde entzogen zu sein. Mit der Wiederkunft Christi erwartet uns dann die ewige Herrlichkeit.
Zur weiteren Wortverkündigung wurden Evangelist Kretschmer und Priester Quisbrock an den Altar gerufen. Nach Sündenvergebung und Opfergebet hatte die ganze Gemeinde Gelegenheit, das Heilige Abendmahl aus der Hand des Apostels zu erhalten.