Mit einer lokalen Baumpflanzaktion im Stadtwald nahe Rudolfsberg trägt die Neuapostolische Gemeinde in Crailsheim zur Erhaltung und Auffrischung des Waldes bei. Revierförster Martin Doderer von der Forstverwaltung nahm das Angebot gerne an, suchte eine geeignete Fläche zur Aufforstung aus und besorgte die Pflanzen in der Baumschule.
Durch die Trockenheit in den zurückliegenden Jahren leidet der Wald, so Doderer. Er achtete bei der Auswahl der Baumart daher auf eine gewisse Klimaresistenz. Er wählte die in Hohenlohe bislang nicht heimische Esskastanie. Im warmen Rheintal hat sich die Sorte seit Jahrhunderten bewährt. Daher seine berechtigte Hoffnung, dass die Bäume auch hier mit zunehmender Trockenheit zurechtkommen und gut gedeihen werden. Außerdem biete die üppige Blüte der Kastanie wichtige Nahrung für Insekten und das Holz verspricht einen guten Nutzwert,
Aus der Erfahrung, dass Reinkulturen ein höheres Risiko für den Waldbestand bedeuten, wurde die Neupflanzung mit der Vogelkirsche durchmischt. Sie ist die wilde Form der Süßkirsche und passt vom Wuchsverhalten zur Kastanie. Auch sie bietet Bienen Nektar und ihre Früchte werden bekanntlich von Vögeln gern geerntet.
Am Fuchsberg auf Gemarkung Satteldorf mussten am Rande eines Waldwegs trockene Buchen gefällt werden. An dieser Stelle sollen künftig amerikanische Gleditschien den Wegrand säumen. Zehn Pflanzen des sog. Lederhülsenbaums, der auch falscher Christusdorn genannt wird, hat der Revierförster Doderer für die Anpflanzung besorgt.
Die Naturfreunde der Kirchengemeinde waren begeistert von der gemeinschaftlich umgesetzten Aktion. Die Neuapostolische Kirche Süddeutschland K.d.ö.R hatte dazu einen Förderrahmen von 500 EUR je Gemeinde zur Verfügung gestellt. Aus der Gemeinde Crailsheim wurde dieses Budget durch Spenden um 250 EUR aufgestockt.
Die 130 Setzlinge, die bislang lediglich aus einem Trieb bestehen, erhielten zum Schutz vor Tierverbiss und anderen Einflüssen eine Schutzhülle und wurden mit einem Pfahl befestigt.