Am 30.Juli 2023 führte Bischof Metzger seinen ersten Gottesdienst in der Gemeinde Crailsheim durch. Die Gemeinde Ilshofen war ebenfalls eingeladen.
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus 2.Korinther 3,6: „… der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstrabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“
Einige Gedanken der Predigt aus Sicht eines Gottesdienstteilnehmers:
Um Kraft zu erhalten, bedarf es der Kraftübertragung. Wenn im Auto kein Gang eingelegt wird und die Kupplung nicht getreten wird, findet keine Kraftübertragung auf die Räder statt. Wenn wir im Geistigen die Kraft, die uns im Gottesdienst durch Wort und Sakrament geschenkt wird, nicht abrufen, „den Gang nicht einlegen“, dann findet keine Kraftübertragung statt.
Apostel Paulus war es ein Anliegen, die Gemeinden zu einen. Auch wir als Gemeinde sind unterschiedlich und schon Jesu war es wichtig, seine Jünger zu einen, denn das war nicht immer so. Das kommt im hohepriesterlichen Gebet deutlich zum Ausdruck.
Die Gemeinde damals bestand aus Juden- und Heidenchristen und die Judenchristen hielten sehr streng am alten Bund mit den 10 Geboten und den daraus resultierenden 613 Gesetzesregeln fest. Jesus der den neuen Bund begründet hatte, hat die alten Regeln nicht aufgehoben, aber er gab ihnen das neue Gebot, Gott über alles und die Menschen wie sich selbst zu lieben. Letztendlich schaffte Jesu Erlösung und Gnade. Deshalb kommen auch wir immer wieder in den Gottesdienst, um durch das Sakrament Gnade zu erhalten – ein fundamentaler Unterschied zur Denkweise des alten Bundes.
Der Buchstabe, das Gesetz allein tötet, sprich wenn du in die Sünde einwilligst, entsteht Gottferne und damit der Tod, der damit verbunden ist. Aber der Geist macht lebendig. Bestes Beispiel, das Gleichnis der Sünderin: obwohl nach dem Gesetz auf ihre Tat der Tod stand, schenkte ihr Jesus aus seinem Geist heraus Gnade.
Geist bedeutet Bewegung und Leben, da ist Handeln da. Wir sind als Christen Träger des lebendigen Geistes, dass durch die Wasser- und Geistestaufe in uns hineingelegt wurde. Was bewirkt der Geist in dir persönlich? Und wie setzt du das um in deinem Alltag? Auch ein Atheist kann ein guter Mensch sein, aber als Christen tun wir das im Bewusstsein unserer Unvollkommenheit und der Gnade Gottes.
Bischof Metzger rief keinen weiteren Amtsträger zur Wortverkündigung auf, sondern stimmte die Gemeinde mit ein paar Gedanken direkt auf die Feier des heiligen Abendmahls ein. Nach der Abendmahlsfeier wurden zwei Priester in den Ruhestand versetzt, dann beendete der Bischof den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
Anschließend hatten die Geschwister noch die Möglichkeit sich per Videopräsentation einige Ausschnitte des Übertragungsgottesdienstes vom vergangenen Sonntag mit Bezirksapostel Ehrich anzuschauen, der aufgrund technischer Probleme vorzeitig abgebrochen werden musste.
Bilder: Lothar Dombrowski Text. Klaus Drechsler