Dankbarkeit für alle empfangenen Gaben, die Spendung des Sakraments Heilige Versieglung und Veränderungen im Ämterkreis standen im Mittelpunkt des Gottesdienstes. So wurde nach 28 Jahren als Gemeindevorsteher Evangelist Klaus Haberkorn in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, als sein Nachfolger wurde Priester Carsten Belz mit der Leitung der Gemeinde Crailsheim beauftragt.
Aus Nah und Fern waren die Gläubigen gekommen, um diesen denkwürdigen Gottesdienst mitzuerleben und manch einer hatte Mühe, noch ein Plätzchen zu finden. Apostel Arne Herrmann legte dem Erntedankgottesdienst das Bibelwort aus Kolosser 3,17 zugrunde: „Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesu und dankt Gott dem Vater, durch ihn.“
Einige Gedankensplitter aus dem Gottesdienst:
Jeder von uns hat sich sicher heute schon dem Herrn zugewandt, um ihm zu danken, denn wir wollen ihm ja danken. Befreien wir uns doch davon, uns immer wieder mit den anderen zu vergleichen – das erzeugt oft Undankbarkeit- sondern suchen wir bewusst Dinge, für die wir dankbar sein können.
Dankbarkeit gegenüber dem HERRN ist ein Indikator für unsere Beziehung zu Gott. Beispiele in der Heiligen Schrift sind u.a. die ersten Menschen, der Auszug des Volkes Israel aus der Gefangenschaft und das Gleichnis von den zehn Aussätzigen. Die Dankbarkeit machte schnell der Undankbarkeit Platz, weil das Bewusstsein für einen scheinbaren Mangel in den Vordergrund trat.
Sind wir dankbar für die irdische Schöpfung? Das Versprechen, dass Gott damals Noah bezüglich Aussaat und Ernte gab, gilt noch heute. Die Schöpfung hat genügend für alle Menschen, dass auf der einen Seite oft Überfluss, auf der anderen Seite Mangel herrscht, liegt am Handeln der Menschen.
Sind wir dankbar für die geistige Schöpfung? Sind wir dankbar, dass Gott seinen Sohn gesandt hat, dass wir durch ihn das ewige Leben haben dürfen. Denken wir doch mal konkret darüber nach, was das für uns bedeutet.
Danken wir Gott durch Jesus Christus, indem wir uns an seinem Vorbild orientieren und unsere Dankbarkeit in Wort und Tat zum Ausdruck bringen.
Zur weiteren Wortverkündigung wurde Priester Martin Sommer aufgerufen.
Nach dem gemeinsamen Unser-Vater-Gebet und der Freisprache spendete Apostel Arne Herrmann 6 kleinen Kindern das Sakrament Heilige Versieglung. Danach folgte die Feier des heiligen Abendmahles.
Als dritter Höhepunkt des Gottesdienstes nach Wort und Sakramenten erfolgten die Veränderungen im Ämterkreis. Evangelist Klaus Haberkorn der 42 Jahre in verschiedenen Amtsstufen tätig war, darunter 28 Jahre als Vorsteher und Diakon Willy Renz wurden in den Ruhestand verabschiedet, Priester Reinhold Niebel wurde von seiner Aufgabe als stellvertretender Gemeindevorsteher entlastet, dient aber weiterhin als Priester. Der Apostel würdigte den vielfältigen Einsatz der drei Brüder und dankte Ihnen für all ihr Wirken. Priester Carsten Belz wurde nun als neuer Gemeindevorsteher beauftragt und erhielt aus dem Apostolat das notwendige Rüstzeug für diese Aufgabe.
Der Gottesdienst endete mit Gebet und Segen. Anschließend war die ganze Festgemeinde noch zu einem Imbiss in die unteren Räume der Kirche eingeladen. Bei Weißwurst und Maultaschen, Kaffee und Kuchen entspann sich noch so manches schöne Gespräch, bei dem auch immer mal wieder in die Vergangenheit geblickt wurde.
Bereits am Sonntag zuvor hatte die Gemeinde ihrem scheidenden Vorsteher ihren Dank und ihre Wertschätzung in Form eines Gedichtes und eines Geschenks zum Ausdruck gebracht. Bei dieser Gelegenheit wurde auch wieder ein Gruppenbild der Gemeinde erstellt.
Bilder: ws und andere Text:kd