Kurz vor seiner Ruhesetzung empfingen am Mittwoch, 22. März 2023, die Gemeinden Ernsbach und Ingelfingen nochmals "ihren" Apostel. Seit Ende 2017 leitet Apostel Manfred Schönenborn den Apostelbereich Heilbronn/Nürnberg mit insgesamt rund 90 Gemeinden in den sechs Kirchenbezirken Backnang, Coburg/Hof, Erlangen/Würzburg, Heilbronn, Nürnberg, und Schwäbisch Hall. Stammapostel Jean-Luc Schneider wird den Gottesdienst an Ostern in Mannheim leiten und die Ruhesetzung des Apostels durchführen.
In diesem Gottesdienst verwendete der Apostel das Wort aus Markus 9, Vers 31-32:
„Denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen: Der Menschensohn wird überantwortet
werden in die Hände der Menschen, und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist, so
wird er nach drei Tagen auferstehen. Sie aber verstanden das Wort nicht und fürchteten
sich, ihn zu fragen.“
Das Gottesdienstgeschehen war durchzogen von verschiedenen Impulsen und einer feierlichen vorösterlichen Atmosphäre.
In Verbindung mit dem Textwort aus dem Markusevangelium erläuterte Apostel Schönenborn unterschiedliche Haltungen der Jünger und Nachfolger Jesus, die auch heute in der Christenheit anzutreffen seien: Einige verstanden Jesus nicht und stellten keine Fragen, sie ignorierten die Botschaft des von Jesus angekündigten, unmittelbar bevorstehenden Geschehens. Petrus sei mit dem Leidensweg des Herrn nicht einverstanden gewesen, er wehrte sich heftig gegen die Aussagen des Gottesssohns. Wieder andere seien tief betrübt und traurig gewesen.
Dazu empfahl der Apostel u.a., sich auch heute vom Heiligen Geist lehren zu lassen und zu beherzigen, was er verkünde. Statt sich wie Petrus gegen den Willen Gottes aufzulehnen sei ein Unterwerfen unter den Willen Gottes und auf seine Hilfe zu vertrauen die rechte Antwort. Die Hoffnung auf die biblisch verheißene Wiederkunft des Herrn und die Vorbereitung darauf helfe über trauriges, betrübtes Empfinden hinwegzukommen.
Nach über 40 Jahren Amtstätigkeit wurde Diakon Gerd Plappert sehr dankbar in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Der Chor trug mit harmonischem, vollem Klang zum Gelingen des Gottesdienstes bei. Mit dem Schlussvortrag „Der Herr ist mein Licht“ und der Liedpassage „… was fürcht‘ ich noch…“ schloss sich der Kreis zum Textwort.
Nach dem Gottesdienst lud der Ernsbacher Gemeindevorsteher, Evangelist Manfred Bauer, alle Anwesenden zu einem kleinen Umtrunk ein. Hierbei haben die Gottesdienstteilnehmer in fröhlicher Gemeinschaft den schönen Abend ausklingen lassen.