Orchester, Kinderchor und gemischter Chor aus den eingeladenen Kirchengemeinden Blaufelden, Bad Mergentheim, Creglingen und Rothenburg o.d.T. stimmten mit ihren Beiträgen den Gottesdienst am zweiten Adventssonntag ein. Bischof Marco Metzger wurde in der "großen" Gemeinde festlich erwartet.
Als Grundlage des Festgottesdienstes diente das Bibelwort aus dem Lukasevangelium 1, 52. 53: „Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.“
„Der liebe Gott liebt die Großen und die Kleinen, er liebt auch euch ganz besonders“ - so wandte sich der Bischof zu Beginn der Predigt den Kindern zu.
Man pflege Traditionen in der Advents- und Weihnachtszeit, da spreche nichts dagegen. Dabei gelte es aber nicht zu vergessen, sich auf die Wiederkunft Jesus vorzubereiten, selig zu werden und dabei zu sein, wenn der Herr wiederkommt. Das sei eine wunderbare Adventsfreude, die wir heute haben dürfen.
Wenn man das Bibelwort so lese, könne man sagen, da habe der Herr die Gesetze auf den Kopf gestellt. Es ging dem Herrn nicht darum, dass er die Könige oder die ein Land führen, vom Thron stoßen wollte. Vielmehr ging es um eine geistige Grundhaltung. Den Hungrigen, den Armen schenkte der Herr seine Barmherzigkeit und wandte sich diesen Menschen in besonderer Weise zu.
Am 8. Dezember gedenkt man weltweit der sogenannten Sternenkinder, also der Kleinsten, die das Licht der Welt nicht oder nur kurz erblicken durften. Bischof Metzger erläuterte die Tradition, dass betroffene Eltern abends eine Kerze ins Fenster stellten und somit mit der Zeitverschiebung dieses Licht „um die Welt“ gehe. Unser Glaube gebe bei aller Traurigkeit die Gewissheit des "Wiedersehens", das sei Trost und Zuversicht für die Seele.
Priester Martin Sommer, stellv. Bezirksvorsteher wurde zu einem ergänzenden Wortbeitrag gerufen.
Nach Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahles beendete der Bischof den Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen.