Das Eingangslied (GB Nr. 137 „Wir möchten Jesum sehn“) verwendete Bischof Schönenborn als Einstieg in den Gottesdienst: „Ich möchte Jesus sehn – deshalb bin ich heute da“. Außerdem erinnerte er an Apostel Thomas, der an diesem Tag 100 Jahre alt geworden wäre. Einprägend waren seine Worte „Mach’s gern, dann brauchst du es nicht ungern machen“.
Datum: Mittwoch, 05.10.2016
Textwort: Apostelgeschichte 15/3
Gemeinden: Creglingen und Rothenburg o. d. Tauber
Christlicher Glaube will und muss sich mitteilen, so der Bischof. Das soll nicht in Form einer „Werbeveranstaltung“ für die Neuapostolische Kirche geschehen. Bekennen zu Jesus lohnt sich für jeden.
Und wie bekennen wir?
Evangelist Wimmer (Vorsteher der Gemeinde Michelfeld) machte in seinem Mitdienen deutlich, dass Grenzen für uns nicht bedeuten, eingesperrt zu sein. Vielmehr kommt es darauf an, auf welcher Seite einer Mauer wir stehen: „Stehst du hinter der Mauer oder in Freiheit auf der Seite von Jesus?“ Statt uns z. B. über „organisatorische Kleinigkeiten“ aufzuregen, sollten wir uns in der Gemeinde lieber öfter in den Arm nehmen und an die Wiederkunft Jesus erinnern. Das bringt ansteckende Hoffnung mit sich. Außerdem darf das „Unser Vater“ zum Abendmahl nicht einfach „elegant herunter gebetet werden“. Dort heißt es „dein Wille geschehe“ - nicht unsere Gedanken und Wünsche stehen im Vordergrund. Das ist eine bewusste Entscheidung von uns.
Zum Ende des Gottesdienstes fragte Bischof Schönenborn noch, was Gott denn wohl sehen möchte, wenn er uns anschaut. Er möchte, dass wir miteinander wachsen und unsere Liebe zu ihm und zum Nächsten (z. B. durch das gemeinsame Abendmahl) noch stärker wird. Dann spricht man nicht von Geboten und Verboten sondern ist einfach gut unterwegs.