Um auf lange Sicht lebendige, zukunftsfähige Gemeinden zu gewährleisten, wurde die bisher selbständige neuapostolische Kirchengemeinde Obersontheim mit der Gemeinde Schwäbisch Hall vereint. Den Abschlussgottesdienste mit Profanierung des Kirchengebäudes führte Bischof Marco Metzger durch. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom gemischten Chor, Orgel und Soloinstrument umrahmt.
Als Predigtgrundlage verwendete der Bischof das Bibelwort aus Lukas 12, Vers 35:
„Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen.“
Bischof Metzger gab den Rat, sich im Übergang in die neue Gemeinde an den Pionieren der Gemeinde zu orientieren und bei der verständlicherweise aufkommenden Wehmut nicht müde zu werden, im Sinne Jesu zu handeln und sich aktiv einzubringen.
Priester Klaus-Dieter Wuhrer trug die eigens für diesen Gottesdienst verfasste Kurzchronik der neuapostolischen Gemeinde Obersontheim vor.
Seit Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts werden neuapostolische Gottesdienste in Obersontheim gefeiert; die seelsorgerische Betreuung erfolgte anfangs aus der Kirchengemeinde Schwäbisch Hall. Regelmäßige Gottesdienste fanden zunächst in Bühlertann statt, ab 1924 in Obersontheim, 1928 in Vellberg und ab 1933 auch in Geifertshofen. 1933 wurde die Kirchengemeinde Obersontheim selbstständig, ab 1957 bestand in Vellberg eine weitere eigenständige Kirchengemeinde. Bis zur Weihe des eigenen Kirchengebäudes im Jahr 1959 wurden die Gottesdienste in verschiedenen Wohnungen neuapostolischer Christen durchgeführt. Im Jahr 1998 wurden die bisherigen Gottesdienststandorte zusammengeführt und in Obersontheim vereint. Damals zählten zur Gemeinde knapp 150 Mitglieder. „Alles, was über Jahrzehnte hinweg mit viel Liebe und großer Einsatzbereitschaft gewirkt wurde – sichtbar und unsichtbar – ist Anlass zur Dankbarkeit und findet seinen Lohn bei Gott.“ – so die Schlussgedanken der Obersontheimer Kurzchronik.
Mit einem kleinen Umtrunk nach dem Gottesdienst verabschiedeten sich die neuapostolischen Christen aus Obersontheim und geladene Gäste von ihrem Kirchengebäude „Im Herrmannstal 9“, das über mehrere Jahrzehnte Ort freudiger Begegnungen und Gottesdienstort war.