Den Abendgottesdienst am Donnerstag, 23. März 2019 führte Apostel Manfred Schönenborn in der Kirchengemeinde Schwäbisch Hall-Hessental durch. Zur Freude der Gottesdienstbesucher in der vollbesetzten Kirche im Swiggerweg begleitete Bischof Martin Rheinberger den Apostel nach Hessental.
Der Apostel stellte den Gottesdienst unter die Gedanken des ersten Korintherbriefs. „Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist's. So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben.“ (1. Korinther 10,16-17)
Apostel Schönenborn stellte den Reichtum göttlicher Fülle an den Beginn des Gottesdienstes und erläuterte, dass der Allmächtige dafür keinen „Vermögensverwalter“ brauche, sondern souverän seine Gaben austeile. Wenn wir uns als Menschen betrachten, stellten wir fest, wie abhängig wir von der göttlichen Gnade und seinen Zuwendungen seien.
Wenn wir das Heilige Abendmahl feiern, bekennen wir unsere Angewiesenheit auf Gott. Wir brauchen unbedingt die Vergebung der Sünden, die nur Jesus uns geben kann. Wir können nichts tun, um Erlösung zu verdienen (Mt 16,26). Nur weil Gott es uns ermöglicht, am Verdienst teilzuhaben, das Christus am Kreuz erworben hat, können wir errettet werden. In dem Wissen, voll und ganz auf die Gnade und das Verdienst Christi angewiesen zu sein, verzichten wir darauf, unsere Mitmenschen zu richten oder anzuklagen.
Das Heilige Abendmahl stärkt unseren Bund mit Gott. Jesus erinnert uns daran, dass er für uns gestorben ist, dass wir ihm angehören, dass er unsere Leiden teilt und dass niemand uns aus seiner Hand reißen kann (Joh 10,28). Unser Bund mit Jesus Christus beinhaltet auch die Verbundenheit mit seinem Leiden (Röm 8,17). Alle Teilnehmer am Heiligen Abendmahl sind in denselben Bund Jesu einbezogen. Mein Nächster ist eng mit dem Herrn verbunden: Was ich ihm tue, tue ich dem Herrn. Mein Bruder leidet wie ich unter den Angriffen des Bösen. Um diesem zu widerstehen, ist uns sehr an Verbundenheit gelegen.
Indem der Herr uns sein Leib und sein Blut schenkt, gibt er uns die Kraft, unsere Anfechtungen zu bestehen. Die Feier des Heiligen Abendmahls stärkt und nährt unsere Gemeinschaft mit Gott. Es erinnert uns an unsere Aufgabe: Als Glieder des Leibes Christi sind wir aufgerufen, das zu tun, was das Haupt will, Jesus Christus.
Der Apostel bat Bischof Rheinberger um einen Predigtbeitrag.
In diesem Gottesdienst spendete der Apostel einem Kleinkind im Sakrament der Heiligen Versiegelung die Gabe Heiligen Geistes.