Zum Festgottesdienst am 24. August 2025 versammelten sich die neuapostolischen Christen aus den Gemeinden Blaufelden, Bad Mergentheim, Creglingen und Rothenburg o.d.T. in der Kirche im Blaufelder Ahornweg. Die musikalische Gestaltung übernahm feierlich das Bereichsorchester und der gemischten Chor aus den eingeladenen Kirchengemeinden.
Als Grundlage des Gottesdienstes wählte der Apostel das Bibelwort aus Matthäus 9, 36-37: „Und als er das Volk sah jammerte es ihn, denn sie waren geängstet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter.“
Jesus bereiste alle Städte und Dörfer des Landes, so der Apostel, um den Einwohnern zu begegnen. Als er ihre materielle und geistliche Not sah, war er von Mitgefühl bewegt.
Gott kenne jeden Menschen, er sehe alle Menschen, die Guten und die Bösen. Dabei kenne Gott stets die Not, er wisse um Krankheit, Armut, Ungerechtigkeit, Verfolgung oder Einsamkeit. Er sehe auch die Verunsicherung der Menschen - viele wüssten nicht mehr, was Gut oder Böse, was Wahrheit oder Lüge sei. Gott habe Mitleid mit allen Leidenden - es jammerte ihn. Er verurteile Sünder nicht, vielmehr betrachte er die Menschheit als eine Ernte, als Ähren, die gesammelt werden müssten. Jesus Christus kam, um die Menschen von der Sünde und ihren Folgen zu befreien.
Und was sehen wir? Widerstehen wir der Versuchung, den Blick von menschlichem Leid und Elend abzuwenden. Zeigen wir wie Christus Mitgefühl. Jesus untersage uns, den Sünder zu verurteilen. Wir verlierten dabei die Hoffnung nicht, denn wir kennen die Lösung: das Heil durch Christus. Der feste Glaube an das ewige Leben sei dabei unerlässlich. Die Liebe zu unserem Nächsten solle uns antreiben, zu seinem Heil beitragen zu wollen. Wir täten anderen Gutes, wenn wir ihnen beweisen, dass Christus sie liebt.
Priester Martin Sommer, stellvertretender Bezirksvorsteher, wurde um einen Predigtbeitrag gebeten. Er betonte den Schwerpunkt der tätigen Nächstenliebe, wie er vom Apostel in der Predigt ausgeführt wurde mit dem Wunsch, dass jeder den anderen so sehen möge, wie in Jesus Christus sehe.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beendete der Apostel den Gottesdienst mit Gebet und Segen.