Priester Karl Probst, von vielen liebevoll „Charly“ genannt, hat am 13. Juli 2017 seinen letzten Gottesdienst in der Gemeinde Jagstheim gehalten. Am 20.7 ist seine Ruhesetzung durch Apostel Prause geplant.
Grundlage des Gottesdienstes war, wie in allen Gemeinden, Jona 2, Vers 2: „Und Jona betete zu dem Herrn, seinem Gott, im Leibe des Fisches“.
Priester Probst hob diese Begebenheit als etwas sehr Bedeutsames heraus. Jona als Prophet sollte Ninive zur Buße predigen, doch Jona versuchte dem Auftrag des Herrn auszuweichen und flüchtete auf ein Schiff. Es kam ein starker Sturm auf und nach einigen Diskussionen warfen die Seeleute Jona von Bord. Sogleich legte sich der Sturm. Als Jona fast unterging kam ein großer Fisch und verschluckte ihn. Drei Tage und drei Nächte verharrte Jona im Fischbauch. Es entstand das Gebet, das in Jona 2 zu lesen ist: "Ich rief zu dem Herrn in meiner Not …"
Priester Probst erläuterte, dass es schön ist, in guten wie in bedrängten Zeiten den Herrn an seiner Seite zu spüren.
"Charly" war über Jahrzehnte als Jugendleiter von Jagstheim „eine Institution“. Zu den Jugendabenden, Singstunden und Bezirksjugendgottesdiensten holte er die Jugendlichen am Haus ab und brachte sie wieder heim. Jede Jugendveranstaltung organisierte er mit, betätigte sich als Grillmeister und sorgte für Getränke.
Priester Probst leitet den gemischten Chor in Jagstheim. Er bildete die Flötengruppe aus und sorgte damit für eine zusätzliche musikalische Umrahmung.
Mit den Worten des Liedes: „Im Dienste Jesu stehen, ein Werkzeug seiner Hand, ihm nach den Augen sehen, allzeit ihm zugewandt…“ (GB 383) kann man sein Wirken am besten beschreiben.