Nach einer Pause in 2012 fand am Heilig Abend 2013 in der Neuapostolischen Kirche in Sanzenbach wieder eine Einstimmung auf das Weihnachtsfest statt.
Für die Besucher war diese knapp eine Stunde dauernde Veranstaltung ein Heraustreten aus dem Alltag und ein Hineinversenken in das Geschehen, das vor ca. 2000 das Weltgeschehen im göttlichen Sinn verändert hat. Hierzu hat schon beim Betreten des mit viel Liebe und Hingabe geschmückten Gotteshauses beigetragen. Durch den Schein zahllosern Kerzen im Außen- und Innenbereich der Kirche kam die Schlichtheit der damaligen Zeit bei Dämmerung, Kälte und Nacht spürbar zum Ausdruck. Auf den Fensterbänken im Kirchenlokal waren die einzelnen Stationen dargestellt, beginnend auf der linken Seite mit der Verheißung, die der Engel der Maria in Nazareth entgegengebracht hat. Anschließend folgte die für Maria und Josef beschwerliche Reise von Nazareth nach Bethlehem. Der Altar war integriert in die unmittelbare Nähe des Stalls unweit von Behtlehm. Dort zwischen den Tieren stand die Krippe, in der Jesus – wie biblisch verheißen – das Licht der Welt erblickte. Auf den Fensterbänken der anderen Seite konnten sich die Besucher in die Begebenheiten der Hirten auf dem Felde und der drei Weisen aus dem Morgenland realitätsnah hineinversetzen.
Doch das war nur das Ambiente. Was geschah an Weihnachten? Die Geburt Jesu hat sich fernab vom Weltgeschehen in diesem Stalle nahe Bethlehem vollzogen. Damit war der Grundstein gelegt für das Heil der in Sünde gefallenen Menschheit. Das Besondere kam damals – wie auch heute – in lieblichen Klängen zum Ausdruck. Kinderstimmen haben in einem Singspiel die Geburt Jesu in den Mittelpunkt gestellt. Die Weihnachtsgeschichte vorgetragen in Gedichtform hat jedem Besucher die aus der Dekoration des Kirchenlokales bekannten Rahmenbedingungen bewusst gemacht. Dezente Cello- und Geigenklänge unterlegt mit malerischer Klavierbegleitung sowie nachdenkliche Wortbeiträge zur Weihnacht haben das Programm abgerundet. So konnte es es auch im 21. Jahrhundert Weihnachten werden. Wie es die Engel zum Ausdruck gebracht haben: Fürchtet euch nicht, euch ist heute der Heiland geboren. Und alle mögen nachhaltig dem Herrn die Ehre dafür bringen.