Wie viele Christen weltweit, feierten auch die Gläubigen der neuapostolischen Kirche in Crailsheim den Palmsonntag. Der Gottesdienst in Crailsheim beinhaltete noch einen weiteren Höhepunkt: Die Eheleute Christel und Helmut Krauß erhielten den Segen zu ihrem diamantenen Hochzeitsjubiläum.
Grundlage war ein Bibelwort aus Johannes 12,23: „Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde.“
Wie an kirchlichen Hochfesten üblich, erfolgte auch eine Bibellesung (Matth. 21,1-11)
Der Gottesdienst wurde vom Vorsteher der Gemeinde, Evangelist Klaus Haberkorn durchgeführt.
Der Vorsteher nahm die Gemeinde mit in die damalige Zeit, indem er den Zuhörern die gesellschaftliche und politische Situation des damaligen Volkes Israel vor Augen führte und die unterschiedlichen Erwartungshaltungen der damaligen Menschen aufzeigte.
Und in diese Situation hinein erfolgte die Aussage: „Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. Was bedeutet denn dieser Satz, so Klaus Haberkorn, nichts anderes als das Gott klar macht, woher das Heil kommt. Jesus setzte sehr deutliche Zeichen. Indem er die Blinden und Lahmen im Tempel, der Offenbarungsstätte Gottes, heilte, zeigte er, dass von jetzt an Gott durch seine Person handelt und errettet. Indem er die Händler aus dem Tempel vertrieb, kündigte er an, dass sein Opfer den bisherigen Opferdienst ablösen wird.
Die zunächst positive Stimmung des Volkes kippte innerhalb kürzester Zeit. In diesen Momenten war die Trennung „wahrer Mensch und wahrer Gott“ klar sichtbar. Jesus brachte das Opfer am Kreuz, ist auferstanden und schließlich gen Himmel gefahren und hat damit den Weg des Heils sichtbar gemacht. Auch wir können, so der Evangelist, Jesu verherrlichen, indem wir seine Nähe im Gottesdienst suchen und nach seinem Wort handeln.
Zur weiteren Wortverkündigung wurde Priester Reinhold Niebel gebeten.
Nach der Sündenvergebung und der Feier des heiligen Abendmahls erhielt das diamantene Ehepaar den Segen zu ihrem Hochzeitsjubiläum. Klaus Haberkorn zeigte in seiner Ansprache an das Jubelpaar auf, dass die beiden ihr Leben nach dem Jesu Wort ausgerichtet hätten, „Geben ist seliger denn Nehmen“ Er widmete ihnen das Bibelwort aus Philipper 4, 13: „ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht“
Danach beendete der Vorsteher den Gottesdienst mit Gebet und Segen.