Um auf lange Sicht lebendige, zukunftsfähige Gemeinden zu gewährleisten, wurde die bisher selbständige neuapostolische Kirchengemeinde in Rosengarten-Sanzenbach mit der Gemeinde Michelfeld vereint.
Den Abschlussgottesdienste mit Profanierung des Kirchengebäudes führte Bischof Marco Metzger durch. Als Predigtgrundlage verwendete er das Bibelwort des ersten Petrusbriefs (1. Petrus 5,10): „Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen.“
Bischof Metzger wünschte der Gemeinde, dass „Zusammen wachsen und Zusammenwachsen“ in der Orientierung und am Vorbild des Herrn Jesus Christus als dem Haupt auch künftig die Gemeinschaft bestimmen solle.
Seit Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts werden neuapostolische Gottesdienste in Rosengarten-Sanzenbach gefeiert; die seelsorgerische Betreuung erfolgte anfangs aus der Kirchengemeinde Schwäbisch Hall. Am 1. Januar 1926 wurde die Kirchengemeinde Rosengarten-Sanzenbach selbstständig. Bis zur Weihe des eigenen Kirchengebäudes am 13. August 1952 wurden die Gottesdienste in verschiedenen Wohnungen neuapostolischer Christen durchgeführt. Diese Räumlichkeiten wurden zu Beginn der 1950er Jahre für die inzwischen auf etwa 60 Mitglieder angewachsene Gemeinde für die Gottesdienstdurchführung verständlicherweise zu klein. Von Sanzenbach aus wurden in Sittenhardt die dort wohnenden Gemeindemitglieder seelsorgerisch betreut und eine Zeitlang auch Gottesdienste vor Ort angeboten. Im Laufe der Jahre entsprach das 1952 geweihte Gotteshaus „Lindenbrunnen 23“ nicht mehr den räumlichen Anforderungen der Kirchengemeinde. Im Jahr 1969/1970 wurden das von Gemeindemitgliedern in Eigenregie gebaute Kirchengebäude renoviert und durch einen Anbau vergrößert. Ende der 80er Jahre erfolgten nochmals grundlegende Umbau- und Renovierungsarbeiten.
Mit einem kleinen Umtrunk nach dem Gottesdienst verabschiedeten sich die neuapostolischen Christen aus Sanzenbach und geladene Gäste von ihrem Kirchengebäude mit der Anschrift „Lindenbrunnen 23“, das über viele Jahre Ort freudiger Begegnungen und Gottesdienstort war.