An Heiligabend, 24. Dezember 2024 fand in der Neuapostolischen Gemeinde in Michelfeld eine Einstimmung auf Weihnachten statt. Etwa 50 Gemeindemitglieder aus allen Generationen haben ein vielfältiges Programm gestaltet, das alle Anwesenden in dem voll besetztem Gotteshaus mit himmlischer Atmosphäre erfüllt hat. Die göttliche Bedeutung des Weihnachtsfestes drang jedem Anwesenden tief ins Bewusstsein.
Schon an der Türe wurden die Besucher bei einbrechender Dunkelheit und Kälte von weiß gekleideten Engeln mit spürbarer Wärme empfangen. Das Flackern der Kerzen ließ einen sofort vergessen, was bis zu diesem Augenblick durchlebt wurde. Die Ruhe, die Geborgenheit und die besondere Atmosphäre versetzte den Besucher in eine besondere Stimmung, die das ganze Jahr über nicht erreicht wird: Weihnachtsstimmung.
Zu Beginn erleuchtete die Strahlkraft der Engel, als sie gemeinsam ihre Plätze neben dem Altar einnahmen, die Augen der Besucher. „Vom Himmel hoch, da komm’ ich her“ flöteten drei der jüngsten Engel in das Publikum mit der Botschaft, was an diesem Abend alles geschehen würde. Nach einem kurzen Gebet und Willkommensgruß durch Priester Jürgen Enslin, der diesen Freuden- und Friedensgruß zu dieser Veranstaltung über viele Jahre hinweg in Sanzenbach durchgeführt hatte, ertönte unter Anzeige zum Text passender Stimmungsbilder John Rutter’s Komposition „Die wunderbare Zeit ist nah“ im Stero-Sound, da sich Frauen- und Männerstimmen von beiden Seiten des Kirchenschiffs ihre Passagen einander zugesungen haben.
Dann kam der Höhepunkt: Anmoderiert von 4 Jugendlichen wurden die Anwesenden Zeugen wie Gott im Gespräch mit seinen Engelscharen seinen Erlösungsplan konkretisierte. Unter den Engeln gab es immer wieder Auffassungen, die wir als Menschen zwar sehr gut nachvollziehen konnten, jedoch nicht wirklich in Gottes Vorstellungen passten. Wenn Gott seine Gedanken äußerte, waren die einen überrascht, die anderen von den Details total begeistert. „Genial, das werden sie nicht erwarten“, brachten die vier Engel am anderen Rande des Geschehens immer wieder zum Ausdruck. Letzten Endes standen dann alle Engel hinter dem göttlichen Entschluss, seinen Sohn als kleines Baby in einem Stall zu Bethlehem auf diese Welt zu senden und es vollzog sich alles so, wie es in der Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium nachzulesen ist.
Zum Abschluss erklang von einer kleinen Gesangsgruppe der Titel „Friedefürst“, wie er von Jesaja schon bezeichnet wurde (Jesaja 9,5), gefolgt von einem kleinen Gedicht und dem gemeinsam gesungenen Lied „Wir tragen dein Licht in die Welt hinaus“. Unter dem traditionellen Glockengeläut machten sich die Besucher wieder auf zu ihrer Wirkungsstätte mit vielen göttlichen Impulsen und einem kleinen aus Engelshand überreichten Gruß.