Für spontane Aktivitäten gibt es in der Gemeinde Michelfeld seit kurzem eine Info-Tafel im Eingangsbereich. Über diese Tafel können Gemeindemitglieder, die eine Aktivität geplant haben, die Gottesdienstbesucher hierüber informieren und dazu einladen, den Nachmittag gemeinsam zu gestalten. Am Sonntag, 03. August 2025 wurde diese Tafel mit der Einladung „Kirche ist offen – Gemeinschaft und Austausch für alle“ eingeweiht.
Die Info-Tafel wurde am Sonntagvormittag vor dem Gottesdienst beschriftet und im Eingangsbereich platziert. Nach dem Gottesdienst wurden alle Anwesenden zu dieser neuartigen Aktivität über die Bekanntgaben eingeladen. Wohl wissend, dass ein Großteil der Gemeinde den Nachmittag bereits verplant hatte, sind 16 Personen vom Teenager bis ins reifere Seniorenalter der Einladung bei einer Tasse Tee oder Kaffee am regnerisch durchwachsenen Sonntagnachmittag gefolgt, ohne genau zu wissen, was sie erwartet.
Mit den zwei Strophen des Liedes Zusammenwachsen, zusammen wachsen fand die Gruppe über das Stichwort „Trauer“ den Einstieg in eine Gesprächsrunde über aktuelle Geschehnisse aus den Medien. Angesprochen wurden der für die deutsche Olympiasiegerin Laura Dahlmeier im pakistanischen Hochgebirge tödlichen Steinschlag und das Zugunglück in Oberschwaben, bei dem drei Menschen starben. Der tiefgründige Austausch entwickelte sich hin zu Glaubensthemen wie Engelschutz, Gebetswirkung, Gottes Allmacht und menschliche Ohnmacht sowie Seelsorge. In dieser vertrauensvollen Atmosphäre teilten einzelne Teilnehmer auch tiefere Empfindungen und persönliche Erlebnisse.
Mit einem Gebet einer Jugendlichen, bei dem sich alle Teilnehmer bei der Hand fassten und einen Kreis bildeten, wurden die Herzensregungen zum Abschluss gemeinsam unserem Himmlischen Vater entgegengebracht.
Inzwischen hatte das Wetter es wieder freundlicher gemeint, so dass der Großteil der Gruppe noch spontan eine gemeinsamen Spaziergang unternommen hat. Es war ein neues Kennenlernen unter den Gemeindemitgliedern durch die aktive Teilnahme an dem Gesprächskreis und den Austausch beim Spazieren. Das war ein Stück Zusammenwirken in der Gemeinde. Mit Freuden erfüllt, ging es dann nach knapp drei Stunden wieder nach Hause.