Am Sonntag, 1.Februar trafen sich 19 Kinder aus den Gemeinden Künzelsau, Gaisbach, Ingelfingen und Ernsbach mit ihren Sonntagsschullehrerinnen und -lehrern und einigen Eltern zu einem Gottesdienst im Kleinen Saal der Künzelsauer Kirche.
Zunächst bekamen alle ein Namensschild und etwas zu essen und zu trinken. Dann forderten die Betreuerinnen und Betreuer, die das entsprechend vorbereitet hatten, die Kinder dazu auf, ein Bild zu malen. Dabei sollten sie mit Malstiften festhalten, wovor sie Angst haben. Diese Bilder wurden nun an den Altar geklebt. Einige der Kinder machten noch ein Anspiel: die Begebenheit aus der Zeit des Herrn Jesu, als dieser die verstorbene Tochter des Synagogenvorstehers Jairus wieder zum Leben erweckte, wurde mit den Kindern nachgestellt.
Nun waren alle bereit für den Kindergottesdienst und sangen gemeinsam ein Eingangslied. Der Priester begann wie üblich am Altar, im Namen des dreieinigen Gottes und mit einem Gebet. Dann las er das Bibelwort vor: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“, unser Jahresmotto vom Stammapostel. Nachdem die Kinder noch ein Lied gesungen hatten, setzte sich der Dienstleiter auf einen Stuhl, um den Kindern möglichst nahe zu sein. Er hatte einige Bilder mitgebracht, die nun an der Altarrückwand erschienen. Sie zeigten verschiedene Situationen, die die Kinder beschreiben durften. Alle Bilder hatten eines gemeinsam: es waren unangenehme Dinge, vor denen wir Menschen oft Angst haben oder die uns traurig machen, z.B. ein dunkler Wald, ein gefährlich aussehender Hund, eine Klassenarbeit, eine hohe Hängebrücke, über die man gehen muss, ein Feuer, oder hohe Wellen im Meer. Der Priester erarbeitete nun mit den Kindern zusammen, wie man diese Situationen bewältigen kann und was es braucht, dass sie weniger beängstigend sind. Im dunklen Wald kann schon eine helle Taschenlampe helfen; wenn man jemand Starkes an der Seite hat, wird die Angst vor einem gefährlichen Tier weniger; ein Feuerlöscher oder die Feuerwehr helfen einem, wenn es brennt. Bei den hohen Wellen erinnerten sich die Kinder daran, als der Herr Jesus mit den Jüngern in einem Boot war und den Sturm beendet hat. Was uns Menschen oft am meisten ängstigt, das ist der Tod. Aber selbst da hat Jesus Christus gezeigt, dass er stärker ist, als er nämlich das Mädchen wieder lebendig gemacht hat.
Die Schlussfolgerung aus dem Gottesdienst, in dem noch ein Diakon mitdiente und die Kinder weitere Lieder vortrugen, war: Mit dem Herrn Jesus an der Seite haben wir immer jemanden, der stärker ist als alles, was uns Angst macht! Im Gottesdienst hilft er uns, das zu verstehen. Im Heiligen Abendmahl erinnert er uns jedes Mal daran, dass er uns liebhat und immer bei uns bleibt. Und wir können immer zu ihm beten.
Und so feierten noch alle miteinander das Heilige Abendmahl, bevor der Gottesdienst mit Gebet und Segen beendet wurde.