Am Donnerstag, 19.02.2026 war eine große Freude unter den Gottesdienstteilnehmern schon beim Eintritt in das neuapostolische Gotteshaus in Michelfeld spürbar. Bezirksapostelhelfer, Apostel Martin Rheinberger kam nach knapp 6 Jahren in den Kirchenbezirk Schwäbisch Hall, in dem er bis Mitte 2020 als Bischof wirkte.
Seinem Dienen legte Bezirksapostelhelfer Rheinberger das Wort aus 1. Könige 19, 7 zugrunde, indem der niedergeschlagene Elia zum wiederholten Male vom Engel gestärkt und mit einem Auftrag bedacht wurde. Berührt vom Chorlied „Jesus will dir heut’ begegnen, komm doch zu ihm“, hat der Apostel die Aufforderung zu Jesus zu kommen allen Gottesdienstbesuchern ans Herz gelegt. Es sei auch immer eine Frage der Erwartungshaltung an eine Begegnung mit Jesus. Apostel Rheinberger verwies auf die in den Evangelien beschriebene Begebenheit, als Jesus dem kranken Menschen, der von seinen Freunden durch das Dach herabgelassen wurde, die Sünden vergab. Wie viele enttäusche Gesichter mag es in dieser Situation gegeben haben?
Elia hatte unmittelbar vor dem Textwort die Zusage Gottes zu seinem Gottvertrauen erleben dürfen, als Feuer vom Himmel herabkam und den mit Wasser übergossenen Opferaltar verzehrte. Durch Drohung und Flucht niedergeschlagen floh Elia. Dort begegnete ihm Gott, der Engel Gottes kam zweimal zu ihm, um ihn zu stärken für den vor ihm liegenden Weg.
Der Herr fordere auch uns auf, sein Angebot der Stärkung anzunehmen und uns in seinen Dienst zu stellen. Es gelte, die Furcht abzulegen und zu glauben. Dann seien wir auch imstande, Gutes zu tun: "Wer dem Herrn dient, empfängt im Dienen Kraft".
Abschließend unterstrich der Apostel seinen Auftrag, von der Versöhnung zu predigen (2.Korinther 5,20). Die Versöhnung mit Gott gehe über die Versöhnung mit Bruder und Schwester. Vor der Begegnung mit Gott sei eine Versöhnung mit seinem Nächsten wichtig (Matthäus 5,23-24).
Apostel Arne Herrmann bekräftigte in seinem Predigtbeitrag, dass der liebe Gott immer eine Lösung finde, um uns zu stärken. Wie Elia gebe es auch in unserem Glaubensleben heute Schwankungen, dabei sei immer wieder die göttliche Stärkung notwendig.
Zur Freude der Gemeinde ordinierte der designierte Bezirksapostel Rheinberger Schwester Elke Föllinger als Diakonin. In seiner Ansprache betonte Apostel Rheinberger, dass Gott Dinge möglich mache, die wir uns kaum vorstellen könnten. Dies treffe auch auf die Verkündigung des Wortes Gottes im ordinierten Amt zu.