An Karfreitag, 3. April 2026 feierte Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger einen Gottesdienst in der Kirche in Schwäbisch Hall. Dazu waren die Gemeinden Schwäbisch Hall, Michelfeld und Untermünkheim-Enslingen eingeladen.
An diesem Karfreitag waren knapp 400 Teilnehmer zum Gottesdienst in den Langenfelder Weg gekommen. Bereits vor dem Gottesdienst stimmten der gemischte Chor, die Orgel und Querflöte auf den Gottesdienst ein.
Bezirksapostelhelfer Rheinberger wurde von Apostel Arne Herrmann und Bischof Marco Metzger begleitet. Als Predigtgrundlage verwendete er das Wort aus dem Johannesevangelium, Kapitel 19, Vers 30: „Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.“
Zu Beginn seiner Predigt sprach der designierte Bezirksapostel die Kinder an. „Schaut hin“, damit griff er den Gedanken aus dem Auftaktlied des Chores auf. Auf was blicken wir an Karfreitag? Ja, an das bittere Erleben Jesus, das schließlich im Tod am Kreuz seinen Abschluss fand. Jesus sei auch der, so der Bezirksapostelhelfer, der den Wind stillen könne, der über das Wasser gehen konnte, der Kranke heilte, Tote wieder zum Leben auferweckt hat. Jesus wisse, wie es uns gehe, er habe Interesse an mir persönlich, er verstehe die Menschen.
Er empfahl sich mit dem zweiten Glaubensartikel zu beschäftigen und Jesus vollständig zu vertrauen, auch im Karfreitag: Ich glaube an Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, unsern Herrn, …gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben, begraben, eingegangen in das Reich des Todes, …“
Aus diesem Glauben solle sich Dankbarkeit zeigen dem Allmächtigen gegenüber, dessen Liebe zu den Menschen in Jesus die Grundlage zur Versöhnung mit Gott geschaffen habe.
Dieser Dank solle sich dadurch zeigen, etwas „versöhnlicher“ zu sein, dann habe Karfreitag nicht nur etwas mit der Kirche, sondern mit uns ganz persönlich zu tun.
Jesus sei kein Justizirrtum oder ein Opfer irgendwelcher Handlungsweisen, sondern Erfüllung des göttlichen Plans für jeden Menschen und damit vielmehr die Grundlage zum ewigen Leben.
Zur weiteren Wortverkündigung wurde Apostel Arne Herrmann an den Altar gerufen. Er stellte nochmals den Blick aufs Kreuz und den Gekreuzigten in den Mittelpunkt. Apostel Herrmann zitierte den damals beteiligten Hauptmann, „Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen.“ Im Blick auf das Kreuz, und nicht im Gedanken an die Auferstehung, erkannte er Gottes Sohn. Der Apostel forderte dazu auf, dass aus dieser Erkenntnis für uns Dankbarkeit entstehen solle, die das Wesen präge. Dazu gehöre, die Lehre Jesu ernst zu nehmen und seine Gebote zu halten.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls spendete der Bezirksapostelhelfern drei Kindern die Gabe Heiligen Geistes im Sakrament der Heiligen Versiegelung.
In diesem Gottesdienst wurde Diakon Walter Thumm aus der Gemeinde Schwäbisch Hall in den Ruhestand versetzt. Bezirksapostelhelfer Rheinberger dankte in seiner Ansprache Diakon Thumm für alle freudige Mitarbeit, jeden Dienst in der Sendung Jesus und die wertvolle Arbeit bei und mit den Kindern in der Sonntagsschule.
Nach Schlussgebet und -segen erfreute der Kinderchor begleitet vom Klavier mit seinem Liedbeitrag „Lobe den Herrn meine Seele, und seinen heiligen Namen“ und erfreute so die Gottesdienstbesucher.
Bezirksapostelhelfer, Apostel und Bischof nahmen sich nach dem Gottesdienst viel Zeit zur persönlichen Verabschiedung.