Das war die Botschaft des Gottesdienstes, den Apostel Arne Herrmann am Sonntag, 7.Juni 2026 in Künzelsau mit den Gemeinden Künzelsau, KÜN-Gaisbach, Ingelfingen und Forchtenberg-Ernsbach feierte. Ebenfalls mit dabei waren zahlreiche Amtsträgerinnen und Amtsträger, sowie Amtsträger im Ruhestand des Kirchenbezirks Schwäbisch Hall.
Der Apostel legte diesem Gottesdienst ein Wort aus dem Johannes-Evangelium zugrunde (Johannes 21, 5.6). Es stammt aus der Begegnung Jesu mit etlichen seiner Jünger am See Tiberias nach seiner Auferstehung. Jesus gab ihnen nach einer enttäuschenden Nacht auf dem See, in der sie bei ihrer Arbeit als Fischer erfolglos waren, den Rat, das Netz auf der anderen Seite auszuwerfen, und es war voll mit Fischen.
Dieses Ereignis, bei dem die Jünger Jesu einmal mehr die Allmacht ihres Herrn erlebten, ist bis heute ein Bild für die Kirche Christi. Jesus sagte ja schon zu Anfang seiner Tätigkeit einigen seiner Jünger, dass sie „Menschenfischer“ werden sollen. Da gilt zum einen die Aufforderung, nicht aufzugeben und den Sendungsauftrag, der auf alle Nachfolger Christi übergegangen ist, auszuführen. „Jesus nimmt uns in die Verantwortung“, sagte der Apostel in seiner Predigt. Und wenn es scheinen mag, als sei die Arbeit erfolglos, so sollen wir doch nicht resignieren und tun, was der Herr uns befohlen hat: seine Gebote zu halten, den Nächsten zu lieben, zu Gott zu beten, das Evangelium und seine Lehre in die Tat umzusetzen. Dabei geht es nicht um Zahlen. „In das Netz der Kirche Christi passen viele unterschiedliche Menschen“, so der Apostel, „und es ist nicht unsere Aufgabe, zu selektieren.“ Wir wissen nicht, wen der Herr Jesus haben möchte, aber wir können Werkzeuge in seiner Hand sein und seinem Vorbild nacheifern.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurde der stellvertretende Bezirksvorsteher Priester Uwe Traub um eine Predigtzugabe gebeten, dann empfingen zwei Kinder die Gabe Heiligen Geistes im Sakrament der Heiligen Versiegelung und die Gemeinde feierte das Heilige Abendmahl. Schließlich versetzte der Apostel den Priester Ralph Habel, der über 36 Jahre in verschiedenen Ämtern gedient hat, nach Erreichen der Altersgrenze in den wohlverdienten Ruhestand. Priester Habel wirkte in den Gemeinden KÜN-Kocherstetten und Künzelsau, sowie als Jugendleiter im früheren Kirchenbezirk Künzelsau, und der Apostel dankte ihm und auch seiner Frau von Herzen für die langjährige treue Mitarbeit.