Am Mittwochabend, 10. Juni 2026 feierte Bischof Marco Metzger den Gottesdienst in der Gemeinde Blaufelden, wozu auch die neuapostolischen Christen aus den umliegenden Gemeinden in Bad Mergentheim, Creglingen und Rothenburg o.d.T. eingeladen waren. Musikalisch bereicherte der Gemischte Chor und das Orchester, gebildet aus den Musikerinnen und Musikern der eingeladenen Gemeinden vor und während des Gottesdienstes.
Die Grundlage des Gottesdienstes bildete das Bibelwort aus dem Johannesevangelium, Kapitel 21, die Verse 5 und 6: „Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten's nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.“
Der Bereichschor gestaltete die Eingangsgedanken der Predigt mit dem ausdruckstark vorgetragenen Lied: „Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht“. Liebe müsse spürbar sein, sei dynamisch, so Bischof Metzger. Dabei komme es entscheidend darauf an, das Wirken des Heiligen Geistes zuzulassen.
Petrus habe weitere Jünger, so beschreibt es das Johannesevangelium, zum Fischen aufgerufen. Obwohl sie das Handwerk verstanden und die ganze Nacht unterwegs waren, haben sie nichts gefangen. Am Ufer stand Jesus, den sie in diesem Moment noch nicht erkannten. Jesus nahm offenbar die Stimmungslage wahr und sprach die Jünger mit „Kinder“ an. Eine liebevolle Ansprache. Seinem Auftrag folgend, das Netz auf die andere Seite auszuwerfen, gelang den Jüngern ein großartiger Fang: 153 Fische waren ins Netz gegangen. Zurück an Land erkannten sie im „Auftraggeber“ ihren Meister, Jesus Christus.
In dem Bericht vom wundersamen Fischfang sei eine Vorwegnahme des Auftrags der Kirche erkennbar. Das Boot symbolisiere die Kirche Christi. Das Netz stehe für das Evangelium – verknüpft, tragfähig, haltbar, und die Fische repräsentierten die Menschen, die Gott erretten wolle.
Das Evangelium weiterzutragen, Menschen zu Gott führen, die frohe Botschaft zu verkündigen – dies sei Auftrag der Christen damals wie heute. Dazu müsse man glaubwürdig sein und das Bemühen zeigen, dem Evangelium gemäß zu leben und zu handeln. Jesus stand nicht weit vom Ufer entfernt. Dies könne als Bild der Nähe Jesus heute und die nahe herbeigekommene, verheißene Wiederkunft verstanden werden.
Priester Uwe Traub ergänzte mit einem Predigtbeitrag.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles beendete Bischof Metzger den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
Freudige Stimmung herrschte beim Verabschieden der Gottesdienstteilnehmer, Bischof Metzger hatte viel Zeit mitgebracht für persönliche Abschiedsworte.