Am Weltkindertag, 20. September 2026, fand für die Sonntagschülerinnen und -schüler des Bezirks Schwäbisch Hall und ihre Lehrkräfte ein Kindertag in Bad Mergentheim statt. Diesen führte Bischof Marco Metzger durch. Auch die Gemeinde Bad Mergentheim nahm als „Gastgeberin“ an dem zugehörigen Gottesdienst teil.
Manches läuft anders, wenn eine außergewöhnliche Gemeinschaft zu einer außergewöhnlichen Gelegenheit zusammenkommt. Zum Beispiel war die Gottesdienstzeit später als üblich; es sang ein Kinderchor, der in dieser Gruppe noch nie zusammen gesungen hatte; die Predigt fand vor dem Altar statt und war ein Gespräch zwischen Bischof und Kindern.
Manches bleibt auch gleich. So begann auch der Gottesdienst mit einem gemeinsamen Lied, einem Gebet und einem Bibelwort. Das Bibelwort war eine Zusage aus dem Propheten Jeremia, Kapitel 29, Vers 11: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ Der Altar war geschmückt mit Wegweisern in die Gemeinden des Bezirks und einem leeren Rucksack. Passend zu den letzten Worten des Bibelwortes fand der Bischof mit den Kindern zusammen heraus, was in einen solchen Rucksack gehört, wenn man sich auf den Weg macht. Dazu zog er verschiedene Gegenstände unter einem Tuch hervor und legte sie hinein. Das wurde dann auf die Frage übertragen, was man benötigt, wenn man sich auf den Weg des Glaubens macht. Die Erkenntnis: Gott begleitet alle, die an ihn glauben, und schenkt Zukunft und Hoffnung.
Vor und nach dem Gottesdienst gab es reichlich zu essen und zu trinken. Dafür haben sich viele Gemeindemitglieder aus Bad Mergentheim und aus der Nachbargemeinde Creglingen eingesetzt, sodass am Ende alle satt werden konnten. Viele Teilnehmende waren davon beeindruckt und haben sich sehr bedankt.
Der Kindertag ging dann weiter mit acht Spielstationen, an denen Malen, Schreiben, Basteln, Bewegung und Erfahrung angesagt waren. Für die Teilnahme an jeder Spielstation gab es einen Buchstaben-Stempel auf einen Laufzettel, sodass am Ende ein Lösungswort entstehen konnte. Einmal wurde die Frage gestellt, was man mit dem Lösungswort machen soll, und die Antwort war „behalten und sich freuen“. Am Ende des Kindertages wurden Adresskarten an Luftballons in den Himmel steigen gelassen, verbunden mit der Hoffnung, eines Tages einen Gruß von ganz woanders in der Welt zugeschickt zu bekommen. Jedes Kind, das wollte, konnte sich ein Armband sowie einen Becher mit Erde und selbst eingesäter Kresse mit nach Hause nehmen, um auch später noch an diesen Kindertag erinnert zu werden.
Ach ja, das Lösungswort, das zum Behalten und Freuen gedacht war, lautete: Hoffnung.