Festgottesdienst zum Jubiläumsauftakt Schwäbisch Hall.
Nach einem feierlichen Festakt am Samstag , zu dem zahlreiche Gäste gekommen waren, war das Gotteshaus der Neuapostolischen Kirche Schwäbisch Hall am Sonntag bis auf den letzten Platz belegt. Apostel Hans-Peter Schneider aus Heilbronn führte den Festgottesdienst zum 100-jährigen Bestehen der Gemeinde Schwäbisch Hall durch. Einleitend nahm der Apostel auf den Psalm 100 Bezug, der zum 100-jährigen als Chorlied vorgetragen wurde, und gab den Rat: „Im Bewusstsein, dass alles lauter Gnade ist, was Gott uns geschenkt hat und noch schenkt, wollen wir miteinander den Herrn zu erhöhen.“ Er rief außerdem zur Dankbarkeit auf. Beispiel gebend dankte er den Gläubigen für die Verbundenheit, die Fürbitten und die Mitarbeit während der Zeit seiner Krankheit. Dankbarkeit erschließe göttliche Hilfe und verschließe gegenüber Anläufen des Bösen. In Anlehnung an das Motto: "Beständig in der Vergangenheit – Glaubensfroh in die Zukunft" , das für das Jubiläumsjahr ausgewählt wurde, übermittelte der Apostel der Gemeinde ein Grußwort aus Hebräer 12, wo es unter anderem heißt: "Lasst uns laufen mit Geduld, in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens." Gott bezeichnete er als das einzige zeitlose Ideal. Das Textwort aus Sprüche 23, Vers 19 beinhaltet die drei Ratschläge "hören", "weise sein" und "das Herz auf den rechten Weg richten". Hören heißt lernfähig sein, was nach den Worten des Apostels auch Voraussetzung dafür ist, lebensfähig zu bleiben. Lebensfähig bedeute die Teilnahme am göttlichen Leben. Richtiges Hören führe in die Gottesfurcht. Weise zu sein setze voraus, Überblick zu haben. Um Überblick zu haben, muss man groß sein und groß im göttlichen Sinne sei der Demütige. Mit dem nötigen Überblick sei man weise und könne das Böse mit dem Guten überwinden. Das Herz auf den rechten Weg richten bedeutet, mit seinem ganzen Sein, nämlich dem Denken, Wollen und Fühlen, den Weg des Glaubens, der Nachfolge und der Hoffnung zu gehen. Die Hoffnung verglich der Apostel mit einem Motor. Wenn die Hoffnung schwindet, ist das vergleichbar mit einem stotternden Motor. Das Stottern hat unangenehme Auswirkungen auf die Fortbewegung und auf das Empfinden. Den Pionieren der Kirchengemeinde bescheinigte er, gemäß diesen drei Ratschlägen gehandelt zu haben. Davon zeugten die Berichte aus der Vergangenheit und die Entwicklung der Gemeinde. Im Verlauf des Gottesdienstes setzte Apostel Schneider den Vorsteher der Gemeinde Rosengarten-Westheim , Priester Dieter Häußler, sowie die Diakone Helmuth Kratzel, Schwäbisch Hall, und Kurt Meyer, Obersontheim , wegen Erreichen der Altersgrenze feierlich in den Ruhestand. Als Vorsteher der Gemeinde Westheim wurde Bezirksevangelist Hans Weiß beauftragt. Außerdem wurde Diakon Alois Wimmer für die Gemeinde Schwäbisch Hall-Rollhof als Priester ordiniert. Zur Freude der Festgemeinde spendete Apostel Schneider drei Kindern und einem Erwachsenen die Gabe des Heiligen Geistes . Im Anschluss an den Gottesdienst pflanzten die Kinder der Gemeinde auf dem Kirchengrundstück Langenfelder Weg 1 einen Jubiläumsbaum - eine Eberesche. Diese Baumart zeichnet sich besonders durch Ihre Frosthärte und Winderträgnis aus. Ihre weitreichenden Wurzeln können größere Tiefen durchdringen. Die abgeworfenen Blätter zersetzen sich schnell und beeinflussen damit positiv die Humusbildung. Die dadurch bessere Nährstoffversorgung macht die Bäume widerstandsfähiger gegen die negativen Umwelteinflüsse. Ein Baum ist das Zeichen für Leben, Wurzeln und Früchte. Die neuapostolische Kirchengemeinde Schwäbisch Hall zeichnet sich durch Lebendigkeit aus, ist fest verwurzelt in der Lehre Jesu Christi und trägt Ihre Früchte im offenen Umgang mit den Nächsten.
Einen Baum pflanzen heißt: Ihm Raum geben und Zeit Den Wurzeln, Halt zu finden in der Erde Dem Stamm, zum wachsen, Jahr um Jahr Der Krone, sich entfalten im Kreis Einen Baum pflanzen heißt: Der Zukunft trauen, in die er hinein wächst und Früchte trägt für die, die nach uns kommen.