Aufgrund des Gottesdienstausfalls wegen der Pandemie mussten etliche im Frühjahr anstehende Sakramentsspendungen und Segenshandlungen verschoben werden und fanden dann gehäuft in den Sommermonaten statt.
So war der Konfirmationstag am 13.Juni. Zwei junge Glaubensgeschwister aus der Gemeinde Gaisbach standen zur Einsegnung vor dem Altar. Die große Kirche in Künzelsau bot genügend Platz, um allen Gästen und Geschwistern der beiden Gemeinden die sichere Teilnahme mit Corona-Abständen zu ermöglichen. Bezirksevangelist Stefan Clever diente den beiden Gemeinden. Er rief den Jugendleiter Priester Ralph Habel zum Predigtbeitrag und bat den bisherigen Konfirmandenlehrer, Diakon Jens Habel darum, den Brief des Stammapostels zu verlesen.
Am 11.Juli konnten im Sonntags-Gottesdienst durch den Vorsteher in Künzelsau zwei Kleinkinder die Heilige Wassertaufe empfangen. Ihre Eltern brachten die Kinder vor den Altar, um das Versprechen abzugeben, die Kinder im christlichen Glauben zu erziehen, und die größeren Geschwisterkinder verfolgten das Geschehen sehr interessiert. Schon im Textwort zum Gottesdienst (Lukas 10,33) ging es um das Gleichnis Jesu über den barmherzigen Samariter und die Voraussetzungen für das ewige Leben, also ewige Gemeinschaft mit Gott. In diesem Zusammenhang hat der Herr Jesus das Doppelgebot der Liebe zu Gott und dem Nächsten genannt, aber auch an anderer Stelle die Wiedergeburt aus Wasser und Geist. Die Heilige Taufe als den ersten Schritt dazu konnten die Kleinen an diesem Tag tun.
Zwei Silberhochzeitsfeste fanden ebenfalls in Gottesdiensten der Gemeinde statt, nämlich am Mittwoch, den 9.Juni und am Sonntag, den 1.August. Die beiden Ehepaare blickten jeweils auf 25 durchlebte Ehejahre zurück, mit Freude und Leid, die sie geteilt haben. Und sie baten um den Segen Gottes durch den Hirten für die Zukunft. Damit bekannten sie vor Gott und der Gemeinde ihr Vertrauen in den dreieinigen Gott, der ihnen helfen werde, einander treu bleiben zu können.
All diese Feste wurden nach Möglichkeit mit musikalischen Beiträgen umrahmt, und die Glaubensgeschwister der Gemeinde umgaben die Konfirmanden, die Täuflinge mit ihren Eltern und die Ehejubilare sehr freudig. Alle nahmen regen Anteil, auch wenn die Glückwünsche nicht wie gewohnt mit Handschlag oder Umarmungen übermittelt werden konnten.