Projektchor und -orchester aus dem Apostelbereich Heilbronn/Nürnberg und darüber hinaus, haben sich am Süddeutschen Kirchentag mit einem festlichen Konzert in der Kirche Karlsruhe-Mitte beteiligt.
Unter dem Motto „Kommet herzu – alles was Odem hat, lobe den Herrn“ fand am Freitag, 10. Mai 2024, das Konzert in Karlsruhe statt. Das Programm, das ganz im Zeichen des Lobes und Dankes an Gott stand, präsentierten 150 Ausführende unter Leitung von Tobias Rahne.
Der Abend begann mit einer Choralbearbeitung von Franz Liszt über „Nun danket alle Gott“, mit einem ganz besondern Orgel-Solo-Part, vorgetragen von Nico M. Schumann. Dieser erste Höhepunkt wurde von Chor und Orchester begleitet und stimmte das Publikum auf die folgenden Darbietungen ein.
Im Anschluss interpretierte der Chor den Psalm 23, „Der Herr ist mein Hirte“, und vermittelte dabei eindrucksvoll das Vertrauen in Gott und die Dankbarkeit für seine Führung.
Das Hauptwerk des Abends war die „Cecilien-Messe“ von Charles Gounod. Das 45-minütige Werk in acht Teilen wurde in lateinischer Sprache vorgetragen. Die deutsche Text-Übersetzung wurde parallel eingeblendet, sodass das Publikum den Inhalt leicht nachvollziehen konnte. Die Messe, thematisierte Anbetung, Lobpreis, die Bitte um Gnade und das Glaubensbekenntnis der Christen. Die Ausführenden, unterstützt von den Gesangssolisten Verena Seid (Sopran), Rüdiger Husemeyer (Tenor) und Christoph Schweizer (Bass), hatten das Werk in kurzer Zeit einstudiert und schafften es, das Publikum zu berühren. Eine Kombination aus Chor, Orgel, Orchester, Harfen und Pauken erzeugte sowohl gewaltige als auch zarte Klänge, die in der großen Kuppel der Kirche optimal zur Geltung kamen.
700 Zuhörerinnen und Zuhörer bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus bei den Akteuren.
Als Zugabe präsentierten Chor und Orchester „O großer Gott, wie herrlich ist dein Werk“ und „Die Himmel rühmen“. Diese Stücke schlugen den Bogen zum Thema des Konzerts und zeigten noch einmal die gesamte Klangfülle der Ausführenden.
Die Dankes- und Abschlussworte des Bezirksapostels und Gebet rundeten den Abend ab. Einen emotionalen Schlusspunkt bildete der Kanon „Shalom chaverim“, der in einer Bearbeitung für Harfe, Klavier, Orchester und Chor den Wunsch nach Frieden vermittelte.
Nachdem diese ruhigen, abschließenden Töne verklungen waren, verließen alle, Besucher und Ausführenden, angefüllt mit Freude, Dankbarkeit und Frieden das Kirchengebäude.
Für die Sängerinnen, Sänger und Musizierenden des Orchesters waren die Vorbereitung und das Konzert ein ganz besonderes Gemeinschaftserlebnis, mit dem Wunsch ein solches Projekt zu wiederholen.
Fotos: Bernd Bartenbach