Dazu eingeladen waren die Neuapostolischen Christen aus der Nachbargemeinde Künzelsau.
Textwort: 1. Mose 25, 32
Esau antwortete: Siehe, ich muss doch sterben, was soll mir da die Erstgeburt.
Am Anfang seiner Predigt ging der Bischof auf das Lied der Sänger ein: Aus Gnaden erwählt und führte aus: Alles ist Gnade und ohne Gnade ist alles nichts. Das alte Wort gelte heute noch. Dann ging Bischof Metzger auf die geschichtlichen Zusammenhänge mit dem Bibelwort ein. Der liebe Gott habe Jakob erwählt. Schon vor der Geburt sprach er zur Mutter: Der ältere der Zwillinge solle dem Jüngeren dienen.
Esau kehrte müde und erschöpft von der Jagd nach Hause. Er hatte Hunger und Jakob hatte für sich ein Linsengericht, ein einfaches Mahl, zubereitet. Esau bat ihm das Essen zu überlassen. Jakob forderte dafür die Erstgeburt. Die Antwort Esaus war unser heutiges Bibelwort. Er verachtete sein Erstgeburtsrecht. Später erschlich sich Jakob noch den Erstgeburtssegen.
Was hat dies für uns heute zu sagen? Auch uns gelte die besondere Erwählung: Die Teilnahme an der ersten Auferstehung, die Feier der Hochzeit des Lammes im Himmel und den Empfang des Auferstehungsleibes.
Was könnte heute für uns das Linsengericht sein? Was könnte uns so müde machen, dass uns unsere Zukunft beim Herrn egal würde? Die vielen Einflüsse, ständige Erreichbarkeit, der Drang, sofort antworten zu müssen. Auch viele Einflüsse aus den Medien, oft auch Widersprüchliches.
Dann gelte es, sich auf das Unvergängliche, unsere Zukunft, die ewige Gemeinschaft bei Gott zu konzentrieren.
Eine weiteres „Linsengericht“ könne das ausschließliche Streben nach Karriere, insbesondere auf Kosten anderer, werden. Dabei könnten christliche Werte vernachlässigt werden.