Am Sonntag, 27. September 2026 besuchte Apostel Arne Herrmann die Gemeinde in Schwäbisch Hall und führte dort den Gottesdienst durch. Er leitete diesen Gottesdienst im Auftrag des kurzfristig erkrankten Bezirksapostels Martin Rheinberger. Neben der Gemeinde Schwäbisch Hall waren die neuapostolischen Christen aus Michelfeld und Untermünkheim-Enslingen in die Kirche im Langenfelder Weg eingeladen. In allen weiteren Gemeinden des Kirchenbezirks Schwäbisch Hall konnte der Gottesdienst via IPTV mitgefeiert werden.
Die Grundlage des Gottesdienstes bildete das Bibelwort aus Jesaja 40, 31: „aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“
Inspiriert vom zu Gottesdienstbeginn vorgetragenen Chorlied: „Ich bin“ (Die sieben „Ich-bin-Worte“ Jesu) empfahl Apostel Herrmann, sich mit den Fragen „Was ist Jesus Christus für dich?“ und „Wie ist deine Beziehung zum Herrn?“ auseinanderzusetzen. Jesus sei für dich gestorben, er habe für dich gelitten und er habe versprochen, wiederzukommen. Der Apostel riet den Gottesdiensteilnehmern, sich Freiräume zu schaffen und diese dafür zu nützen, mit Jesus Beziehung zu pflegen, sich mit dem Leben und Wirken Jesus, auseinanderzusetzen.
Das Babylonische Exil, wie es Jesaja im Bibelwort beschreibt, sei eine der größten Krisen der jüdischen Geschichte gewesen. Das Volk Israel fragte sich, wie werde die Zukunft sein. Wo bist du Gott? Herr, hast du mich nicht gehört? Herr, hast du mich vergessen? Wenn Zweifel und Sorgen da sind, Gott sei immer bei dir, ermunterte Apostel Herrmann. Selbst in guten Zeiten fordere uns das Leben heraus und mache uns müde. Doch Gott werde niemals müde – er sei da. Gott richte auf und schenke neue Kraft. Wie ein Adler, der sich ohne eigene Anstrengung vom Aufwind tragen lasse, dürften wir einfach loslassen und auf Gott vertrauen.
Bezirksvorsteher Birger Linß aus dem Bezirk Coburg-Hof unterstrich die Gedanken des Apostels, indem er auf die faszinierende Perspektive des Adlers und den weiten Blick aus der Höhe einging.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte Apostel Herrmann die Diakoninnen Regina Wuhrer und Sabine Bundschuh zu Priesterinnen sowie Diana Traub zur Diakonin. In seiner Ansprache griff der Apostel die Frage „Bin ich die Richtige?“ auf und bekräftigte sie mit einem klaren „Ja“.